Der (Hunde-)Blog

Kleine Ursache, großer Schaden - auch Hunde sollten versichert sein

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Seit dem 1. Januar 2003 ist sie deutschlandweit Pflicht, die Hundehaftpflicht für große Hunde, das heißt Hunde, die mindestens 40 Zentimeter groß sind oder 20 Kilo wiegen. Für gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen sind ohnehin spezielle Haftpflichtversicherungen erforderlich. Für sie ist eine Mindestabsicherung, die eine Versicherungssumme von mindestens 500.0000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für Sachschäden enthalten muss, vorgeschrieben.

Das ist jedoch eher knapp bemessen, denn im Schadensfall kann es auch schnell viel teurer werden. So etwa, wenn jemand ernsthaft durch den Biss eines Hundes verletzt wird und langfristige Schäden davonträgt. Das Gleiche kann passieren, wenn ein Radfahrer durch den Hund fällt und sich Kopf- oder Wirbelsäulenverletzungen zuzieht. Unfälle können natürlich nicht nur große Hunde verursachen. Auch ein kleiner Hund kann plötzlich über den Radweg, den Gehweg oder eine Straße laufen und es kommt zu einem Zusammenstoß. Darum sollten auch sie unbedingt haftpflichtversichert sein – selbst wenn es noch nicht in allen Bundesländern Pflicht ist. So haben Emile und Bijou natürlich beide eine eigene Hundehaftpflichtversicherung, denn die Privathaftpflicht springt nicht ein, wenn ein Schaden durch den Hund hervorgerufen wurde.

Bei Versicherungsabschluss sollte man darauf achten, welche Leistungen mitversichert sind, so etwa das Führen ohne Leine, das Hüten durch dritte Personen, Mietsachschäden oder der Versicherungsschutz auch in der Hundeschule und auf Urlaubsreisen. In manche Tarife der Hundehaftpflicht ist noch eine Hundehalterrechtsschutz eingebaut. Dies schützt vor Rechtsstreitigkeiten aus der Hundehaltung heraus. Über 90 Prozent der Hundehalter entscheiden sich bereits für diese Variante, denn gerade über das Thema Hunde kann man schnell in Streitigkeiten geraten.

Ebenfalls sinnvoll ist die Kombination Hundehaftpflicht mit Hundekrankenversicherung. Letztere schützt vor den teuren Tierarztkosten, das heißt, es sind auch Impfungen und Vorsorgemaßnahmen darin enthalten. Darum sind sie etwas teurer, als etwa eine Hunde-OP-Versicherung. Die wiederum übernimmt nur die Kosten bei Operationen, die schnell in die Höhe steigen können. Allein eine Kreuzbandriss-Operationen kann mehrere Euro kosten. Welche Variante man letztendlich wählt, ist Geschmackssache. Allerdings gibt es Altersbeschränkungen für den Abschluss von Neuversicherungen.

Zudem gibt es auch Rund-um-sorglos-Pakete wie eine Kombi-Vollschutzversicherung, in der die Haftpflichtversicherung mit einer Rechtschutz- und einer Krankenversicherung kombiniert ist. Ein Unfall-Krankenhaustagegeld schützt indes vor den Kosten, wenn man selbst mal ins Krankenhaus und der Hund in dieser Zeit anderweitig versorgt werden muss. Und dann gibt es da noch eine Vergiftungsversicherung und eine Zwingerhaftpflicht. Die erste haftet für alle Fälle von Vergiftungen, die sich der Hund selbst im eigenen Haushalt, etwa wenn er an für ihn giftigen Pflanzen knabbert, zuzieht. Muss er sogar in die Tierklinik ist man mit 1000 Euro schnell dabei. Die Zwingerhaftpflicht hat nichts mit Zwingerhaltung zu tun, sondern ist am ehesten für Züchter geeignet, weil man hier mehrere Hunde gleichzeitig zu günstigen Konditionen versichern kann.

Welche Versicherungsvariante letztlich das Richtige für sich und seinen Vierbeiner ist und welche Gesellschaften am günstigsten sind, kann man unter anderem herausfinden unter www.vergleichen-und-sparen.de