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Hunde-Kollegen sind die besten

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"Kollege Hund ist wieder da", teilt der Deutsche Tierschutzbund mit. Ein jedes Jahr Ende Juni er den bundesweiten Aktionstag aus. Der tierische Schnuppertag soll Hundebesitzern, Mitarbeitern und Chefs zeigen, wie die vierbeinigen Kollegen den Arbeitsalltag bereichern: Stress wird abgebaut, die Motivation steigt, und die Auswirkungen auf das Arbeitsklima sind überaus positiv, wie Wissenschaftler herausgefunden haben.

Der Kollege Hund ist ein Gewinn für das ganze Team und ein verlässlicher, treuer Freund im Arbeitsalltag. Weit über tausend Betriebe quer durch die Republik nehmen jedes Jahr an diesem Schnuppertag teil. Sie werden vom Verband mit einer Urkunde als tierfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. „Wenn Hunde am Arbeitsplatz zugelassen sind, erhöht das sicher auch die Chancen für viele Hunde aus Tierheimen, ein neues Zuhause zu finden“, erklärt der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Dabei sollte beim Hund im Büro natürlich auch sichergestellt sein, dass die Bedürfnisse des Tieres erfüllt werden. Der Hund braucht seine Rückzugsmöglichkeiten, also einen Platz mit seiner Decke, seinem Napf und seinem Spielzeug und die Pausen sollten dem Spazierengehen dienen. Hunde fühlen sich immer am wohlsten, wenn sie bei Herrchen und Frauchen sind. Wenn dann noch beispielsweise ein Kollege mit dem Hund spielt oder auch Gassi geht, erhöht das auch den Zusammenhalt in der Firma und bessert das Arbeitsklima, meint der Deutsche Tierschutzbund.

Das Anmeldeformular für den Schnuppertag gibt es auf www.kollege-hund.de.

Der Silvesterstress oder was tun, wenn's knallt

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Das jährliche Feuerwerk zu Silvester ist Tradition. Schließlich gilt es, die alten Geister des Vorjahres zu vertreiben. Für Hunde ist das Feuerwerk jedoch oftmals Stress, denn nur wenige sind „schussfest“. Emile beispielsweise interessiert sich überhaupt nicht für den Krach. Im Gegenteil: wir müssen aufpassen, dass er nicht zu den Krachern hinläuft, weil er neugierig ist, was denn da so passiert. Für Bijou hingegen sind Kracher der absolute Horror. Ihre „Laune“ sinkt schon in den Keller, wenn draußen ein Geräusch ertönt, das nur annähernd einem Schuss oder auch einem Donnern ähneln könnte. Schwups ist der Schwanz unterm Kinn und der Hund weg.

Als wir mit dem Campingbus im vergangenen Jahr mal bei einem Weingut im hessischen Bergland übernachteten, begann das Drama beim Morgenspaziergang mit Emile und Bijou. Denn mit Schussgeräuschen wollen die Winzer die Vögel vom Traubenraub abhalten. Der Schuss ertönte und Bijou war weg. Auch wir wurden panisch, weil wir nicht wussten, wo sie denn hinläuft. So liefen wir zum Bus zurück und siehe da: sie hatte sich darunter verkrochen. War sie doch so klug gewesen, zu ihrer Heimstatt zurückzulaufen und wir waren mächtig erleichtert.

In Köln geht der Schuss-Stress meistens schon an dem Tag los, an dem die ersten Silvesterböller in den Handel kommen. Irgendwie gibt es immer wieder Idioten, die dann meinen, mit dem Schießen anfangen zu müssen – und meistens dauert das dann noch etwa ein bis zwei Wochen, bis wieder Ruhe eingekehrt ist. Für Bijou war das immer die schlimmste Zeit. Jetzt auf dem Land ist es wesentlich relaxter. Hier wird höchstens am Silvestertag und ein/zwei Tage danach geknallt. Insgesamt empfinden Hunde – außer Emile – die Knallerei als besonders belastend, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen.

Bereits einige Tage vor Silvester kann man laut einer aktuellen Mitteilung des Deutschen Tierschutzbundes Vorkehrungen treffen, damit die Tiere gut ins neue Jahr kommen. Der empfiehlt, Hunde auch vorher nur noch angeleint auszuführen, damit sie verfrühte Kracher nicht in Panik versetzen und sie weglaufen. Am Silvesterabend empfiehlt der Tierschutzbund Türen und Fenster geschlossen zu halten und sogar auch Rollos herunterzulassen, um den Lärm und das Blitzgewitter ein wenig zu dämpfen. Beruhigungsmittel hingegen seien nur in Ausnahmefällen und in Absprache mit dem Tierarzt angebracht, heißt es.

Mein Tipp allerdings wäre, es mal mit Rescue-Tropfen (Bachblüten) zu versuchen. Es gibt auch ein Psychopharmaka namens Relax, das den Serotoninspiegel im Gehirn erhöht, aber ich persönlich würde so was nur im absoluten Notfall verabreichen. Meist reicht eine vertraute Bezugsperson und ein bewusst ruhiger und entspannter Umgang, der Sicherheit vermittelt. Keinesfalls sollte man das Tier trösten, da es sich so in seiner Furcht nur bestätigt fühlt. Hilfreich können auch gewohnte Spielrituale sein, die ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln. Ich persönlich benehme mich ganz normal und ignoriere Bijous Stress, der - je älter sie wird - immer schneller auch wieder verfliegt.