Der (Hunde-)Blog

Toleranz für Sex mit Hunden?

. Es ist unglaublich, aber leider traurige Realität, es gibt Menschen, die ihre Hunde für ihre sexuellen Bedürfnisse mißbrauchen. Wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt, rechtfertigte ein Mann in einem öffentlich-rechtlichen Radiosender im Umfeld der aktuellen ARD-Themenwoche "Toleranz" seine sexuelle Beziehung zu seinem Hund. „Ein öffentlich-rechtlicher Sender fordert Toleranz für Sodomie? Da bleibt einem die Luft weg“, empört sich Simone Schröder, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft zum Schutz des Hundes (DGSH) zu diesem öffentlichen Geständnis. „Tausende Menschen traumatisieren Tiere tagtäglich durch sexuelle Handlungen. Diese Tiere verenden oft jämmerlich. Nur der Mensch profitiert und nennt das dann Liebe. Es ist eine absolute Unverschämtheit, dass dieses Thema jetzt auch noch eine öffentlich-rechtliche Bühne erhält und sogar noch Toleranz verlangt", so Schröder weiter, die über die DGSH aktiv dagegen vorgeht, menschliche Bedürfnisse auf dem Rücken von Tieren auszutragen.

„Öffentliche Erklärungen zoophiler Empfindungen bedeutet, diese zu verharmlosen und stellen damit ein großes Problem dar. Hunde wollen keinen Sex, sie wollen sich fortpflanzen. Wir hatten im Zuge der Arbeit für unsere Organisation schon viel zu oft mit durch Sodomie schwer traumatisierten, schwer verletzten und gebrochenen Hunden zu tun. Nicht umsonst gibt es seit Sommer 2013 endlich eine Änderung des Tierschutzgesetzes, über das sexuelle Handlungen an Tieren zumindest mit einem Bußgeld belegt werden können", erklärt Schröder. Hunde seien auf Harmonie und Bindung zum Menschen programmiert. Selbst ein Hund der geprügelt werde, lecke doch immer wieder die Hand, die ihn schlage. Genauso ertrage er stumm und unterwürfig sexuelle Übergriffe vom Menschen und erleide dabei physische und psychische Schäden, so die Tierschützerin weiter.

Die DSGH ist eine Plattform, die hilft, Hunde zu schützen und ihr Leben zu verbessern. Zu den Hilfsprojekten zählt auch Aufklärungs- und Kampagnenarbeit zur Verhinderung von Misshandlungen und Missbrauch wie Zoophilie und Sodomie sowie die medizinische Versorgung und die Vermittlung von Tierheim- und Straßenhunden aus dem In- und Ausland und Kastrationen zur Populationsverringerung im Ausland. Die DGSH wurde 2014 für ihr vorbildliches Engagement mit dem Dogs Award als beste Tierschutzorganisation ausgezeichnet. www.dgsh.de