Hier gibt es einige Textbeispiele: die ersten beiden sind Reportagen, die folgenden beiden PR-Texte. Weitere Texte wie etwa Zeitungsartikel gibt es auf meiner Facebook-Seite oder in meinem Blog: http://is-text-news.blogspot.com.

Mehr als 17 Mal die Erde umrundet

Von Inga Sprünken

Die Niveau-Untersuchung gehört immer dazu. Nils W. Bräm prüft das Kühlwasser, den Ölstand und die Bremsen, bevor er seinen Schwyzer Poschti startet. Dann dauert es nochmals 20 Minuten, bevor es losgehen kann. „Die Bremsen müssen erst Druck aufbauen“, erklärt der Oldtimer-Fan, der diese Kontrollen vor jedem Tageseinsatz durchführt, wie er betont. Denn dem 1973 erbauten Postbus fehlen sämtliche Kontrollleuchten und ein Risiko möchte Bräm auf gar keinen Fall eingehen. Schließlich ist sein postgelbes Gefährt eine echte Rarität - und die große Leidenschaft des Schweizers, den die Liebe zu einer Opernsängerin, der Mutter seiner beiden erwachsenen Töchter, einst nach Deutschland verschlagen hat.

Seit dem Jahr 2009 nennt der Hauptschullehrer den Postbus aus der Schweiz sein eigen. Schon seit 2006 habe er mit einem Oldtimer-Bus geliebäugelt. Den Poschti habe er dann in Leipzig gefunden und sich damit einen Kindheitstraum erfüllt. Denn in seinem Heimatdorf in Graubünden habe dieser zu jedem Dorf gehört. „Der Pfarrer war für den Himmel zuständig, der Lehrer fürs Gehirn, der Bürgermeister fürs Politische und der Postfahrer für die Logistik“, berichtet der 51-Jährige, der schon mit sechs Jahren beschlossen hatte, Lastwagenfahrer im Militär zu werden. „Das Militär hat in der Schweiz einen anderen Stellenwert“, sagt er und erklärt, dass dort die Hierarchien nicht so ausgeprägt seien. Seinem in die Tat umgesetzten ersten Berufswunsch hat er heute seinen Lkw-Führerschein zu verdanken.

So einen Bus alleine zu nutzen, wäre einfach zu schade. Darum bietet Bräm auch öffentliche Oldtimer-Rundfahrten mit zehn Meter langen und 2,30 breiten Oldie an - und finanziert ganz nebenher damit sein Hobby. Denn so ein Altertümchen verschlingt gut und gerne 10.000 Euro im Jahr, wie er erzählt. Allein die Spritkosten sind immens, hat der 12-Liter-6-Zylinder-Dieselmotor doch ganz stattlichen Durst. 38 bis 42 Liter braucht er auf hundert Kilometer – mit ein Grund, warum Bräms Touren selten länger als 200 Kilometer sind. Ein weiterer ist, dass das Lenken eines solchen Gefährts einiges an Körpereinsatz fordert.

„Regionaltourismus ist mein Steckenpferd“, sagt der Tausendsassa, der neben seinem Lehrerjob noch eine Zusatzausbildung im Bereich Tourismus absolviert hat. Und auch an der Internationalen Hochschule in Bad Honnef doziert er nebenher noch Strategies of success. Passend zum Steckenpferd ist Bräm auch zweiter Vorsitzender des Tourismus-Vereins Bergisch-hoch-vier und Mitglied im Förderverein Tourismus Bonn-Rhein-Sieg-Ahr. So lässt sich sein Angebot an öffentlichen Fahrten auch ganz gut vermarkten, zumal der Poschti schon früher als Reisebus im Einsatz war. Das war nach seiner Zeit als Postbus in den französischen Tälern südlich von Sion im Wallis und im Engadin. Ab 1999 diente er nämlich der Pfadfinder-Gruppe Albula für Ferienreisen.

„Das meiste sind Charterfahrten“, sagt Bräm mit Blick auf Firmen, die die 40 Plätze im Bus gerne für Betriebsausflüge buchen oder Privatleute, die ihn für Ausflüge zu feierlichen Anlässen chartern. Der 215 PS-starke und neun Tonnen schwere Poschti der Marke Saurer, Typ 3 DUK-50 mit einer Karosserie von Tüscher rollt dann mit etwa 80 Stundenkilometern durchs Sauerland, die Eifel oder das Bergische Land. Wenn es irgendwo eng wird, bedient Bräm die Hupe und es ertönt ein Dreiklang aus Rossinis Wilhelm Tell, der auch in der Schweiz seit den 20er Jahren in den Postbussen zu hören war. Die nächsten öffentlichen Fahrten führen zum Oldtimer- und Nutzfahrzeugtreffen in die Vulkaneifel oder zum Bio-Weingut nach Leutesdorf im September.

Dass der Schwyzer Poschti mit seinen 715.000 gefahrenen Kilometern schon über 17 Mal die Erde umrundet hat, merkt ihm dabei nicht an. Schließlich hat Bräm sich alles autodidaktisch beigebracht, was er wissen muss, um den guten alten Poschti am laufen zu halten.

Kuschelig und doch unnahbar

Von Inga Sprünken

Große braune Augen, umrahmt von langen schwarzen Wimpern, ein flauschig-weiches Fell und ein Aussehen wie ein Steiff-Tier: „Wer einem Alpaka zu lange in die braunen Augen schaut, ist von ihm für immer gefesselt“, sagt ein altes Sprichwort aus den Anden. Den Beweis dafür treten Andrea Gurres und Markus Faber an. Denn sie waren vom ersten Moment an gefangen, von den peruanischen Flauschtieren, als sie sie auf einer Show in Windeck sahen. Das war nicht lange, bevor sich das Paar im vergangenen Jahr die ersten drei „Neuweltkameliden“, wie Alpakas und Lamas - entfernte Verwandte von den „Altweltkameliden“ Trampeltiere und Dromedars – heißen, anschaffte.

Heute hat das Paar bereits neun Alpakas, darunter zwei Fohlen aus Dezember und Mai sowie vier trächtige Stuten. „Wir wollen gerne züchten“, erklärt Andrea Gurres. Doch das setzt einiges an Wissen voraus. Das hat sie sich in mehreren Seminaren angeeignet. So hängt etwa am Zaun der Weide, die sich direkt unterhalb des Einfamilienhauses des Paares befindet, ein großes gelbes Schild mit dem Hinweis, dass man die Tiere keinesfalls füttern sollte, weil sie an trockenem Brot oder Obst sterben können. „Die können das Obst nicht verstoffwechseln“, sagt die Mutter eines erwachsenen Sohnes. Das ist auch der Grund, warum der große Apfelbaum auf der Weide mit einem Elektrozaun abgegrenzt ist. Die Anden-Tiere vertragen nur mageres Gras und Heu und erhalten als einzige Zugabe ein Mineraliengemisch und einen Salzstein.

„Die Ruhe und die Gelassenheit der Tiere ist faszinierend“, schwärmt die ehemalige Reitlehrerin von ihren Tieren, die aber alles andere als Kuscheltiere sind. Denn die eigenwilligen Geschöpfe sind zwar äußerst neugierig, lassen sich aber nicht so gern anfassen und halten gebührenden Abstand zum Menschen. Nur das ungestüme Hengstfohlen kommt immer wieder angelaufen, um zu schnuppern, wird aber von seiner Besitzerin resolut vertrieben. Man müsse aufpassen, dass es nicht fehlgeprägt werde, erklärt Gurres. „Es kann sonst passieren, dass es einen später als seinesgleichen betrachtet“, erzählt die 50-Jährige. Das würde bedeuten, dass der erwachsene Hengst den Menschen dann auch decken möchte. Bei weiblichen Tieren hingegen könnte es zu Rivalitätsgebärden wie Spucken kommen. Dies dient zur Klärung der Rangordnung. Menschen werden normalerweise nicht bespuckt.

Wie aufmerksam und gelehrig Alpakas sind, merkt man spätestens, wenn man sie durch Wald und Feld führt. Denn Alpaka-Wanderungen mit bis zu fünf Personen gehören inzwischen zum Angebot des Alpaka-Hofs Faber. „Sie gelten als die Delphine des Landes“, beschreibt Gurres ihre positive Wirkung auf den Menschen, die vielfach auch therapeutisch genutzt wird. Darüber hinaus bietet der Alapakahof Fotoshootings, Kindergeburtstage und Hofbesichtigungen an. Und einmal im Jahr werden die Tiere geschoren, um das besonders feine Flies der „Huacaya“, wie die Rasse heißt, zu gewinnen. Die Rohwolle geht dann zur Weiterverarbeitung zu feinen Stepp-Bettdecken und bunten Strickgarnen. Naturfarbene Garne spinnt Andrea Gurres teilweise selbst und fertigt Mützen, Schals und Pulswärmer an. Ein besonderes Produkt aus der Wolle, sind die handgesiedeten Keratinseifen, die rückfettend sind, wie sie sagt. Und selbst der Dung der Tiere wird genutzt. Getrocknet oder frisch stellt die auf der Weide immer an der gleichen Stelle abgesetzte Hinterlassenschaft einen wertvollen Dünger ähnlich dem Guano dar.

Der Hofshop und die Internetseite des Alpakahofs sind noch im Aufbau. Vorerst findet man die Produkte nur auf den Märkten in der Region, etwa beim Weihnachtsmarkt in Seelscheid. Ganz klar, dass auch immer zwei der sanftmütigen Flauschtiere dabei sind. Meistens sind es die beiden dunkelbraunen Junghengste Graham und Rocky, die auch bei den Wanderungen mit von der Partie sind.

Hunde-Knigge und Hund-Golfführerschein

Hunde polarisieren. Nicht jeder ist begeistert, wenn ein Vierbeiner auf ihn zuläuft, denn nicht jeder von ihnen ist auch freundlich. Andererseits lieben die meisten Hundehalter ihre Tiere und bringen wenig Verständnis für die Reaktionen ängstlicher Zeitgenossen auf. Darum ist es umso wichtiger, dass sich Hunde im Alltag benehmen können. Das lernen sie, indem sie viele verschiedene Situationen kennen und damit souverän umgehen können. Diesen „Hunde-Knigge“, wie Tanja Leining das nennt, vermittelt die Mucher Hundetrainerin Vier- und Zweibeinern in ihrer mobilen Hundeschule Drums 'n Pipes.

Bereits seit vielen Jahren arbeitet die 46-Jährige, die mit Hunden aufgewachsen ist, und selbst eine kleine Hundezucht besitzt, als Coach für Hund und Herr. „Es geht um ein souveränes Miteinander in allen Bereichen“, beschreibt die zertifizierte Sachverständige, die auch Wesensprüfungen durchführt und Sachkundenachweise ausstellt, ihre Arbeit. Zunächst in Nümbrecht, Waldbröl und Wiehl, neuerdings auch vermehrt in Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth und Köln, trainiert die Mucherin Hunde in kleinen Gruppen mit bis zu fünf Teilnehmern oder in Einzeltrainings auf einem eingezäunten Bereich am Kleintierzentrum Nümbrecht. Das tut sie aber nur zeitlich begrenzt, wie sie sagt, denn Ziel ist, möglichst schnell mit den Tieren in der freien Natur zu arbeiten – und das völlig gewaltfrei.

Sei es ein Anti-Jagd-Training, die Arbeit mit Problemhunden oder aber nur ein Welpen- oder Junghundekurs, bei dem die jungen Racker Bindungs- und Vertrauensaufbau, Körpersprache, soziales Spiel, Leinenführig- und Abrufbarkeit lernen, Tanja Leining deckt alle Bereiche ab. Dazu gehört auch die Resozialisierung, die Begleithundeprüfung, Mantailing und verschiedene Trainings im Bereich Hundesport. „Ich möchte, dass sich die Leute und die Hunde wohlfühlen. Ziel ist ein stressfreier Alltag“, sagt die Hundetrainerin, die durch ihre feinfühlige Art schnell wahrnimmt, wobei es bei dem einzelnen Tier ankommt.

Das gilt auch beim Golf-Hundeführerschein, den man bei ihr ablegen kann. Denn Tanja Leining, selbst Golferin, die den Sport einst aufgab, weil sie ihre englischen Labrador Retriever nicht mitnehmen konnte – ihre „Mitarbeiter“, die den anderen vormachen, wie es geht -, weiß, worauf es dabei ankommt. Inzwischen sind Hunde auf vielen Golfplätzen, etwa dem in Much und in Nümbrecht, erlaubt. Dort trainiert Tanja Leining mit den Tieren. „Ein Hund muss auf dem Golfplatz noch unauffälliger sein, als sonst“, weiß sie und bringt Hunde dazu, dass sie brav beim Caddy sitzenbleiben, während Herrchen und Frauchen den Ball schlagen.

Hunden aus dem Tierschutz bringt Tanja Leining bei, mit den Umwelteinflüssen im neuen Land und neuen Zuhause klar zu kommen. Sie übt mit ihnen im Park, in der Stadt und in Wildparks. „Der Hund muss eine gewisse Belastbarkeit haben“, sagt sie, bietet umgekehrt aber auch Aufmerksamkeitstrainings für die Halter an. Das beinhaltet, dass der Mensch frühzeitig erkennt, wann es zu viel für das Tier wird, wie weit man gehen kann und ganz schlicht, wann der Hund Wasser braucht. Die ständigen Fortbildungen der Mucher Trainerin sorgen dafür, dass sie stets auf dem neuesten Stand ist. Bei Beratungen und Trainings geht sie stets auf die individuellen Wünsche eines jeden ein. „Man kann sich aussuchen, ob ich leicht, mittel oder streng sein soll“, sagt Tanja Leining augenzwinkernd.

Seit 20 Jahren Maklerin aus Leidenschaft

Am 15. Juli 1998 nahm es in Lohmar seinen Anfang. Renate Weber eröffnete Zuhause ihr erstes Immobilienbüro im Rahmen eines Franchise-Unternehmens. Sie lernte in dieser Zeit insbesondere das handwerkliche Know-How – es fehlte ihr aber die Perspektive. Und so gründete sie ihr eigenes Büro Renate Weber Immobilien. Das war ein Novum, denn weibliche Immobilienmakler waren in der Branche rar gesät. Spezialisiert auf bereits bestehende Einfamilien-Häuser machte sich die Maklerin jedoch schnell einen Namen und das insbesondere mit ihrer persönlichen Art, mit der sie auf alle Wünsche ihrer Kunden bis heute eingeht.

Im Jahr 2002 folgte der Umzug nach Seelscheid, denn dort entdeckte Renate Weber zusammen mit ihrem Ehemann ihr Traum-Grundstück, wie sie erzählt. Wieder führte sie ihr Unternehmen vom heimischen Büro aus. Das wurde jedoch mit Einstellung einer zweiten Mitarbeiterin zu klein und sie zog 2011 in die leerstehenden Räume einer ehemaligen Bäckerei auf der Zeithstraße 136. Dort feierte sie am 10. Oktober mit ihren vier Mitarbeiterinnen und ihrem für das Marketing zuständigen Ehemann den ganzen Tag über das Jubiläum.

Frauen-Power, gepaart mit einem umfangreichen Wissen brachte der Immobilienmaklerin zahlreiche Erfolge ein. So zählte das Magazin FOCUS Renate Weber Immobilien in seiner Immobilien-Spezialausgabe im Sommer 2013 erstmals zu den 1000 besten Maklern Deutschlands. In diesem Jahr erhielt Renate Weber diese Auszeichnung bereits zum fünften Mal. Zudem wurde sie von den Nutzern des Internetportals Immobilienscout24 zum zweiten Mal zum Premiummakler gekürt und erhielt vom Immobilienmagazin BELLEVUE wiederholt die Auszeichnung "Best Property Agent".

Spezialisiert auf private Wohnimmobilien in Neunkirchen-Seelscheid, Lohmar, Much und Umgebung vermarktet das Immobilienbüro über 70 Prozent seiner Objekte innerhalb der ersten 16 bis 24 Wochen. In Neunkirchen-Seelscheid vermarktete Renate Weber zudem erfolgreich drei Neubauprojekte. Hiervon könne es mehr geben, meint die 58-Jährige, denn es fehle an altengerechten Wohnungen. „Es ist schwer, hier etwas zu finden“, sagt Renate Weber, die Senioren aktiv dabei unterstützt, ihre Wohnform dem Alter anzupassen. Geduld und ein offenes Ohr zeichnet sie dabei besonders aus und lebt ihren eigenen Werbeslogan „Eine Idee persönlicher“. Denn die Beratung und die große Frage, ob das Objekt auch zum Menschen passt, ist der Maklerin und ihren Mitarbeiterinnen wichtiger, als der Profit.

„Das ist es, was mir Spaß macht: Die Menschen auf ihrem Weg begleiten. Das macht den Job aus“, betont Renate Weber, die ihren Kunden stets den größtmöglichen Service bietet. Dazu gehört auch, dass sie jedes Haus bewertet, bevor sie es anbietet. „Wir konzentrieren uns auf Familien oder Paare, die ein neues Zuhause suchen, Geschäftsleute, die eine repräsentative Adresse benötigen und Kapitalanlager, die eine gewinnbringende Immobilie mit nachhaltiger Wertsteigerung suchen“, fasst die „Maklerin aus Leidenschaft“, wie sie sich selbst nennt, zusammen. Wer von der Stadt aufs Land ziehen möchte, erhält daher auch schon mal eine Gratis-Führung durch die Region. Kein Wunder, dass sich die Kunden bei der 20-Jahr-Feier die Klinke in die Hand gaben.